Island 2015 – Abschied von den Westfjorden

Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen und es wird Zeit sich von den Westfjorden zu verabschieden. Für den Rückweg nehmen wir die Straße nach Borganes wo wir auch übernachten werden, bevor wir uns auf den Weg nach Landmannalaugar machen. Zum Abschied zeigt uns Snæfellsjökull noch sein Gesicht. Man sagt, wer Snæfellsjökull ohne Wolkenhülle sieht, den wird Island nie mehr loslassen.

In der Nacht zog es uns zum Hraunfossar. Wir hatten Glück und konnten durch eine Wolckenlücke einen Hauch des Sonnenunterganges erleben.

Tags darauf ging es dann vorbei am Þórufoss und Bruarfoss nach Hella, unserem Ausgangspunkt zu Landmannalaugar.

 

Island 2015 – Die Westfjorde – Teil II

Unser heutiges Ziel ist Þingeyri. Der Ort ist einer der ältesten Handelsplätz in den Westfjorden. Von Flókalundur aus fahren wir auf der 60, einer Schotterpiste, wieder zum Dynjandi. Es ist eine schöne Strecke zum Fahren, über Schneebedeckte Hochebenen und steile Passstraßen geht es nach  Þingeyri.


Am Abend wollen wir dann pünktlich zum Sonnenuntergang am Fjord entlang Fahren, ein recht abenteuerliche unterfangen was ohne unser tollen Land Cruiser wohl nicht möglich gewesen wäre.


Tags darauf geht es nach Ísafjörður der größten Stadt in den Westfjorden und das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Westfjorde. Auf dem Weg dahin passiert man den mit neun Kilometern längsten Tunnel Islands. Mitten im Tunnel gibt es eine Kreuzung, ab dieser Stelle ist der Tunnel nur noch einspurig befahrbar. In Ísafjörður fahren wir dann ein Stück das Ísafjarðardjúp Fjord entlang bevor wir wieder Richtung Þingeyri fahren um am Sandafjell den Sonnenuntergang zu genießen.

 

 

 

Island 2015 – Die Westfjorde

Heute geht es mit der Fähre, von Stykkishólmur aus, in die Westfjorde. Die Überfahrt dauert knapp zweieinhalb Stunden mit einem Zwischenstopp auf der Insel Flatey bevor wir in Brjánslækjar anlegen.

 

 

Von Brjánslækjar geht es dann gleich Richtung Látrabjarg, dem wahrscheinlich größten Vogelfelsen der Welt. Wir haben Glück den das Wetter hat sich gebessert und wir haben teilweise sogar Sonne. Die „Lundis oder Puffins“, wie die Papageientaucher auch genannt werden, sind heute nicht sehr aktiv aber wir sehen zumindest einige und das sogar sehr nahe.

 

 

 

Am Abend pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir dann beim Dynjandi, dem schönsten Wasserfall in den Westfjorden wenn nicht gar Island’s.

 

Island 2015 – Die erste Etappe

Nachdem wir letztes Jahr Island im Frühjahr und im Herbst besucht haben ist diesmal der Sommer an der Reihe. Die Besuche letztes Jahr gingen ja auch mit der Suche nach „Nordlichtern“ einher. Da im Sommer die Nächte aber nicht dunkel werden kann man natürlich keine Lichter sehen und wir können uns voll und ganz auf die beeindruckende Landschaft konzentrieren.

1 Juli 00:20 Ankunft in Keflavik und die Sonne geht gerade mit wunderbaren Farben unter leider müssen wir noch auf unser Gepäck warten. In der Ankunftshalle werden wir dann schon von einem Mitarbeiter des Autovermieters erwartet. Dieser bringt uns nach Reykjavik in die Zentrale von ISAAK wo wir unser Auto für die nächsten Tage im Empfang nehmen dürfen und da kann ich nur sagen „das ist mal ein Auto für Island“. Ein Toyota Land Cruiser 76 nagelneu, vielleicht der letzte der gebaut wurde.

 

Einer der letzten Toyota Landcruiser die gebaut wurden.

 

Vom ISAAK Headquarter geht es dann endlich los auf der 1 Richtung Borgarnes unter dem Fjord durch und dann auf der 54 weiter Richtung Snaefellsnes. Da wir am Vortag noch gearbeitet hatten und das Flugzeug erst gegen 22:00 abgeflogen ist waren sind wir dann doch so müde dass wir erst mal stehenbleiben und ein Nickerchen machen. Nach drei Stunden wachen wir wieder auf und waren erst mal enttäuscht, es regnete. Der Snaefellsjökull war unter der Wolkenhaube nur zu erahnen.

 

Snaefellsjökull in Wolken gehüllt

 

Nichts desto trotz umrunden wir die Halbinsel und fahren unserem ersten Etappenziel dem Kirkjufellfoss entgegen. Vorbei am Leuchtturm von Skálasnagi, Skardsvik und Ingjaldshólskirkja geht es zum Kirkjufell.

Das Wetter hat sich bis jetzt noch nicht gebessert also beschliessen wir zu unserer Unterkunft in Grundafjörður zu fahren und es in der Nacht nochmal zu probieren: Dieser Entschluss war Goldrichtig.

 

Eine der typischen Kirchen Island's.

Der letzte Tag unserer Clubreise

Der letzte Tag ist angebrochen, unsere Clubreise neigt sich dem Ende zu. Was liegt also näher als sich den Pott mal von unten anzusehen. In Bochum ist das größte Bergbaumuseum der Welt beheimatet. Auf 2,5 Kilometer länge wurde hier ein Schaubergwerk errichtet das seinesgleichen sucht. Hier kann man eintauchen in die geheimnisvolle Welt des Untertagebergbaus. Von den Anfängen als man noch mit Hammer und Meisel förderte bis hin zu den modernen Kohlefräsen und Hydraulikstempeln kann man hier die Entwicklung des Bergbaus erleben. Im Rahmen einer Führung fährt man, virtuell, ganz tief in das Bergwerk ein, real sind es gerade mal 20 Meter. Das Museum ist ein muss wenn man den Pott erleben will, nicht umsonst zählt es zu den beliebtesten Musen Deutschlands.

 

Nachdem wir nun schon in Bochum sind fahren wir zu der zur Zeit größten Abrissstelle Europas, dem Opelwerk I in Bochum. Hier lief am 05. Dezember 2014 um 00:27 der letzte Opel, ein Zafira, vom Band. Seit 1963 wurden in dem Werk Autos gebaut. In Spitzenzeiten arbeiteten in den Bochumer Werken bis zu 20.000 Menschen. Nach dem Abriss der Lackiererei werden die restlichen Gebäude entkernt und an die „Bochum Perspektive 2022“ zur Nachnutzung übergeben.

Den letzten Abend vor unserer Heimreisen verbringen wir noch einmal am Medienhafen Düsseldorf um dort zu blauen Stunde zu fotografieren.

Das war sie unsere alljährliche Clubreise des Fotoclubs Kaufbeuren, wenn ihr die Bilder meiner Fotofreunde sehen wollt schaut einfach mal vorbei auf der Seite des Fotoclubs.

Tag 5 unserer Clubreise

Heute lassen wir es nach den Anstrengungen der letzten Tage mal etwas langsamer angehen. In der Nähe unserer Unterkunft lieg die Museumsinsel Hombroich. In dem 1987 eröffneten Museum „Insel Hombroich“ hat der Düsseldorfer Sammler Karl-Heinrich Müller sich einen Traum erfüllt. Die Insel ist ein besonderer Ort, jenseits der Hektik des Alltages. Mitten in der Stadt gelegen ist es hier erstaunlich ruhig und man meint eigentlich dass man irgendwo abseits des Tohuwabohu der Stadt ist. Auf den nicht gekennzeichneten Wegen der Insel kann man sich seinen Weg selber suchen um die Kunst zu erleben.

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Am Nachmittag waren wir dann wieder im eigentlichen Ruhrpott unterwegs und da darf die „Villa Hügel“ in Essen natürlich nicht fehlen. Die Villa war der montane Wohnsitz der Krupp Dynastie die maßgeblich an der Entwicklung des Ruhrpotts beteiligt war. Die Villa mit ihren 269 Zimmern auf 8100m² und dem 28ha großen Park wurde von 1870-1873 erbaut und diente der Familie, an prominenter Stelle über dem Ruhr Tal gelegen, bis 1945 als Wohnsitz. Nach der Rückgabe durch die Alliierten 1953 wurde die Villa für die Öffentlichkeit geöffnet Seitdem finden hier Ausstellungen statt Daneben dient die Villa weiterhin als Repräsentationsort für Krupp Konzern. Heute ist die Stiftung Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Eigentümerin des Anwesens.

 

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Pünktlich zum Sonnenuntergang ging es dann auf die Halde Hohewart. Die  Zwischen Herten und Recklinghausen gelegene Halde ist mit 152,5 Metern doch recht hoch und die angelegte Treppe geht kerzengerade hinauf. Oben angekommen erwartet den Besucher nicht nur das Horizontobservatorium sondern auch ein fantastischer Blick über das Ruhrgebiet. Das Observatorium besteht aus einer Kreisrunden, ebenen Fläche von 88 Metern Durchmesser auf dem sich zwei Halbbogenförmige Konstruktionen mit einem Radius von 45 Metern befinden. Befindet man sich in der abgesenkten Mitte der Konstruktion, die zurzeit leider gesperrt ist, breitet sich das Plateau der Halde in alle Richtungen wie ein künstlicher Horizont aus. Durch angebrachte Peilmarken können Auf- und Untergang der Sonne zu wichtigen Kalendertagen beobachtet werden. Man kann auch Mondwenden und Fixsternpeilungen beobachten. Kurz nach Eröffnung  des Observatoriums bildeten sich Risse an der Schweißnaht der Bögen. Durch diese Baumängel ist die Anlage gesperrt und wann das Horizontobservatorium wieder zugänglich sein wird, ist nicht absehbar.

 

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Tag 4 unserer Clubreise

Nachdem der Ruhrpott ja bekannt ist für seine vielen Zechen die sich Untertage befinden machen wir heute einen Ausflug in die andere Richtung und schauen uns an wie der Kohleabbau Übertage funktioniert. Am Abend sind wir dann wieder im Pott auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe, dem „Magic Mountain“ und „Tiger & Turtle“.

Wir brechen nach einem ausgiebigen Frühstück am Vormittag auf Richtung Köln. Da wir ja in Düsseldorf unser Hauptquartier aufgeschlagen haben ist das nicht mal soweit, ca. 60 Kilometer, Garzweiler II so heißt unser Ziel. Garzweiler ist ein Braunkohle-Tagebau der sich zwischen den Städten Bedburg, Grevenbroich, Jüchen, Erkelenz und Mönchengladbach erstreckt. Der Abbau hat eine Größe von 31 km² und 114 km² ist die gesamte genehmigte Fläche. 31 km² das ist fast so groß die Stadt Füssen oder Kaufbeuren im Allgäu, die genehmigte Fläche vom 114 km² ist größer als Innsbruck. Im Jahr wird hier 210-265 Millionen Tonnen Material gefördert aber nur davon sind nur 35-40 Millionen Tonnen Kohle.

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Hier werden eben mal Autobahnen und ganze Dörfer verlegt um Zugang zur Kohle zu erhalten. Wir fuhren auch durch das Dorf Immerath das heute noch 74 Einwohner zählt und der Grube weichen muss. Immerath wurde 1144 erstmals urkundlich erwähnt und hatte 1970, 1537 Einwohner, heute sind es wie gesagt nur noch 74. Das Krankenhaus mit 110 Betten wurde 2008 nach Erkelenz verlegt. Es ist erschreckend und bedenklich durch diese Ortschaft zu fahren die aussieht wie eine Geisterstadt.

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Am Abend ginge es dann zur Heinrich-Hildebrand-Höhe auf den „Magic Mountain“ um die Landmarke „Tiger & Turtle“ zu fotografieren. Tiger & Turtle ist eine einer Achterbahn nachempfunden Großskulptur. Mit verzinktem Stahl erbaut hat die Skulptur direkten Bezug zur Halde die unter anderem auch aus  Zinkschlacke von einer Zinkhütte besteht. Die „Achterbahn“ ist bis auf den Looping vollständig begehbar und hat eine Grundfläche von 40×41 Meter, ist mehr als 20 Meter hoch und kann auf 220 Metern begangen werden. Eröffnung war im November 2011. An diesem Abend hatten wir herrliches Licht zum Sonnenuntergang. Anschließend fuhren wir noch zum Geleucht und diesmal hatten wir auch Glück und das Licht wurde uns nicht abgedreht.

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Tag 3 unserer Clubreise

Heute führt uns unsere Reise nach Düsseldorf und zur Kokerei Schwelgern. Düsseldorf ist Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen und gehört genaugenommen eigentlich nicht mehr zum Ruhrpott, da wir unsere Unterkunft aber hier haben besuchen wir natürlich den Medienhafen. Der Medienhafen wurde 1896 als Wirtschaftshafen eröffnet  und ist der drittgrößte Binnenhafen Deutschlands. Seit 1990 ist der Hafen im Umbruch und  Teile des Hafengebietes wurden durch Neubebauung, mit architektonisch ambitionierte Gebäude in denen sich zahlreiche Unternehmen aus der Medien- und Werbebranche ansiedelten, zum Medienhafen. Die architektonisch interessantesten Gebäude sind sicher die drei Gehry-Bauten die eigentlich auch von Friedensreich Hundertwasser sein könnten.

 

 

Den Nachmittag über „ruhten“ wir uns aus um für den Abend auf Schwelgern Fit zu sein. Schwelgern ist eine, im Gegensatz zu Zollverein, aktive Kokerei. Sie gilt mit zwei Batterien mit jeweils 70 Koksöfen als einer der modernsten und größten auf der Welt und wurde 2003 In Betrieb genommen. Hier werden pro Jahr, in den größten Koksöfen der Welt (Höhe: 8,32m, Breite: 0,59m Länge: 20,8m), ca. 2,5 Millionen Tonnen Koks produziert. Ein Ofen hat ein Fassungsvermögen von 79 t Kohle aus denen 55 t Koks entstehen. Vom Alsumerberg oder auch Beecker Halde hat man einen beeindruckenden Blick auf die Anlage und die Umgebung. Im 15 Minutentakt wird hier Koks gelöscht und dabei entsteht eine beeindruckende Dampfwolke. In der Ecke hier um den Alsumer Berg gibt es viel Industrie, so wie man sich den Pott eigentlich vorstellt nur nicht so schmutzig. Auf dem Heimweg hatte wir dann allerdings noch ein kleines „Lacherlebnis“. Eigentlich wollten wir noch die Grubenlampe, eine Lichtinstallation die einer Grubenlaterne nachempfunden ist, auf Halde Rheinpreußen fotografieren weil sie ganz in der nähe ist. Wir fuhren also hin und packten unsere Stative aus, Roland hatte seines auch schon stehen mit Kamera drauf und fertig zum auslösen, als urplötzlich das Licht ausging. Wie wir dann im Internet lesen konnten ist die Beleuchtung nur bis 23:00 Uhr an und wir waren halt zu langsam. Nach Rheinpreußen fuhren wir aber später nochmal.

 

 

Fortsetzung folgt…

Tag 2 unserer Clubreise

Der Zweite Tag im Pott führte  uns zur Zeche Zollern, ein stillgelegtes Steinkohlebergwerk im Nordwesten Dortmunds. Die Zeche ist heute einer von acht Museumsstandorten des LWL-Industriemuseums, das hier auch seinen Sitz hat. Für einen Eintrittspreis von 5€ kann man die Zeche besichtigen. Die Zeche wurde von 1898 bis 1904 als Musterzeche der Gelsenkirchener Bergwerks AG erbaut. Man muss schon ein bisschen Schmunzeln, die Gelsenkirchener bauen in Dortmund eine Zeche.  Die Gebäude der Zeche wurden in Backsteingotik errichtet und erinnern eher an eine Barocke Schlossanlage als an eine Zeche. Leider war auch jetzt die Maschinenhalle aufgrund von Sanierungsarbeiten gesperrt. Im hinteren Teil der Zechenanlage entdeckte ich jedoch eine Unmenge an alten Gerätschaften, Grubenbahnen und Hunte (Förderwagen), die mir bei meinem Besuch letztes Jahr nicht aufgefallen sind. Nachdem keiner mehr „Rost“ sehen konnte stärkten wir uns in der Zecheneigenen Wirtschaft „Pferdestall“ bei einem Alt und dann ging’s wieder weiter nach Henrichenburg zum Schiffshebewerk…

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…das Hebewerk wurde 1899 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II zusammen mit dem Dortmund-Ems-Kanal in betrieb genommen. Es war ein Schlüsselbauwerk des Dortmund-Ems-Kanals, denn erst mir der Fertigstellung konnte der Kanal bis zum Dortmunder Hafen befahren werden. Heute gehört das Hebewerk ebenfalls zu den acht Standorten des LWL-Industriemuseums und kann gegen einen Eintritt von 4€ besichtigt werden. Das alte Hebewerk wurde 1914 um eine Schachtschleuse ergänzt. Heute fließt der Schiffsverkehr nur mehr durch die 1989 erbaute Schleuse. Mit dem Hebewerk wurde ein Höhenunterschied von 14 Metern überwunden, das dabei zu bewegende Gesamtgewicht betrug 3100 Tonnen.

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